Die Clubfahrten zum nördlichsten Punkt Europas. Etappe für Etappe, mit den Aufnahmen von unterwegs.
Vom Rhein-Ruhr-Gebiet bis zum Nordkapp sind es ein paar tausend Kilometer. Die letzten davon führen über eine Straße, die irgendwann einfach aufhört. Davor das Nordmeer, dahinter nichts mehr.
Was auf dem Weg dorthin passiert ist, erzählen die Fahrten selbst. Unten stehen sie der Reihe nach: was unterwegs war, und die Bilder dazu. Ganz am Ende liegen alle Aufnahmen noch einmal beisammen.
7 Aufnahmen von 1976.






Alle 7 Aufnahmen dieser Fahrt ansehen ↓ Fotografiert von Alfred Dusny
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Wie man auch umständlich zum Ostertreffen nach Kopenhagen fahren kann
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Raid Laponie Nr.00, 1977
Um Silvester 1976 kam die Idee auf, Skandinavien auch mal im Winter zu bereisen, mit der Ente, versteht sich. Langfristige Vorbereitungen waren nicht notwendig und so waren wir am Sonntag den 06.03.1977 startklar, Reinhard, Degi, Martin und ich sowie zwei Enten und ein Küchenanhänger.
Reinhards Ente, die den Hänger zog, war eigentlich gar kein 2CV sondern ein AMI6 Break mit geändertem Aufbau. Beide Enten waren mit Queue und Liegefläche ausgerüstet, die sich in wenigen Sekunden in Schlafposition umbauen ließ und dann etwa 2 mal 1.1 m groß war. Die Rolldächer waren von innen mit zugeschnittenen Teilen von alten Steppdecken und Schlafsäcken wärmegedämmt. Küchenausrüstung, Proviant, Werkzeug, Wasser und weitere Ausrüstung hatten in Reinhards wohldurchdachtem Anhänger ihre festen Plätze.
Beide 2CV bekamen neue Reifen, Degi's nur auf der Vorderachse, hinten blieben die nicht mehr ganz frischen 125R15X drauf, was sich später als Nachteil rausstellte. Michelin 135R15ZX waren nach eingehenden Vorversuchen die besten Reifen ohne Spikes auf Eis und festgefahrener Schneedecke. Dazu kam natürlich pro Fahrzeug ein Satz gute Spurkreuzketten.
Ersatzteile wurden auf ein Minimum beschränkt, denn auch damals wussten wir schon, dass Gewicht der Hauptgegner beim Fahren in schwierigem Geläuf ist. Eine Zündspule, eine Benzinpumpe, Kontakte, Kerzen, Kondensator, Ersatzschläuche für Ente und Anhänger, Rödeldraht, das war's. Werkzeug relativ üppig, 1/4" und 1/2" Nusskasten, Ring-, Gabel- und Steckschlüssel, Schraubendreher, Zangen, Schlosserhammer, Luftpumpe ... Die genaue Liste habe ich nicht wiedergefunden, die hatten wir kurz vor der Abreise auf dem Clubabend zusammengestellt.

Start am Treffpunkt Parkplatz Köln-Mülheim an der A3

Kaffeepause an der A1



Gleich nach der ersten leicht frostigen Nacht durfte der Benzinkocher Enders Baby das erste Kaffeewasser kochen. Unser Gaskocher wollte nicht so recht, an der liegenden Gasflasche war der Druckminderer vereist.



Degi's Ente hat ab und zu Zündaussetzer, noch wissen wir nicht, warum.


Brücke bei Vordingborg zwischen Lolland und Falster.


Helsingør


MS Najaden


Der schwedische Zoll sucht Schnaps - und findet ihn nicht 😉

Schon wieder Zündaussetzer

Frühstück in Südschweden


Göteborg

Göteborg, Hafen

Wir suchen einen Übernachtungsplatz an einer kleinen Straße an der norwegischen Grenze. Hier können wir aber nicht bleiben, es ist die Zufahrt zu einem Haus.

Ein kleines Stück weiter gibt es diesen bis hierhin geräumten Feldweg. Guter Standplatz..

Oslo - der Mann will Schnaps kaufen.

Das Rathaus von Oslo

Oslo - Fischverkauf am Hafen direkt vom Boot



Wir verließen Oslo in Richtung Bergen. Hier stehen wir kurz vor Kongsberg. Die Straßen werden spiegelglatt.

Übernachtungsplatz auf einem Waldweg.


Lagerfeuer im Schnee


Wieder startklar. Wir beschließen wegen Glatteis, nicht weiter in Richtung Bergen zu fahren, sondern ein Stück zurück und dann über Hønefoss weiter nach Norden.

Nächster Übernachtungsplatz bei Gjøvik / Mjøsa. Holzladeplatz, guter Übernachtungsplatz - wenn nur nicht mitten in der Nacht LKW zum Holzladen kämen. Zum Glück durften wir stehenbleiben.


Im Gutbrandsdal


Sprengarbeiten




Im Romsdal




Åndalsnes

Åndalsnes


An der Fähre Afarnes - Solsnes (Nørvøy)






Übernachtung am Sunndalsfjord bei Øksendal. Hauben auf - aber keine Sorge, nix kaputt. Hier kommen nur noch die Handtücher rein, der einzige Platz, an dem sie trocknen.

Fähre Røkkum - Kvanne (Linge) auf dem Weg nach Trondheim.


Unsere Fahrzeuge vor dem Trondheimer Dom.

Alte Stadtbrücke in Trondheim

Trondheim, Bakke bru, die Hubbrücke am Hafen







Ja, das ist Trondheim - nicht Neapel!



Genug vom Regen- Hüttenleben in Levanger, ca. 70 km nördlich Trondheim.



Diese Maus wurde von unseren Brotkrümeln und Haferflocken angelockt - und ist gar nicht scheu.


Übernachtung auf dem Gelände einer abgebrannten Tankstelle in Bjøllånes, nördlich Mo i Rana

Auf zum Polarkreis. Anstieg zum Saltfjell.



Ab hier bis zur Passhöhe mit Ketten.






Auf Meereshöhe ist schon fast wieder Frühling

Übernachtung an der Fährstation in Sommarset.
Hier stießen wir auf eine britische Militäreinheit, die in Norwegen ihre jährliche Winterübung absolvierte. Sie hatten sich im Warteraum eingerichtet und wir kamen nach unserem Abendessen dazu. Ein Offizier (vermutlich der Kommandant, denn alle waren ruhig als er sprach) fragte uns, ob wir einen Lötkolben dabei hätten, denn in seinem Elektrorasierer gab es ein abgebrochenes Kabel. Wir hatten - und nach wenigen Minuten in Reinhards Ente war der Apparat mit unserem 12V-Lötkolben repariert. Zum Dank floss im weiteren Verlauf des Abends hervorragender Scotch aus Pappbechern der Royal Air Force, als gäbe es kein morgen mehr.
Ich war jedenfalls ganz schön blau, als ich ins Bett gegangen bin. Dass unsere britischen Freunde schon im Morgengrauen mit der Fähre abgerückt sind habe ich verschlafen. Nur noch der Lumpensammler der Briten stand da, ein Landrover Sanitätsfahrzeug - mit einem platten Reifen. Wir fragten, ob wir helfen können, und und man erklärte uns, dass das Ersatzrad, das sie bereits montiert hatten, ebenfalls so gut wie platt war und man keine Luftpumpe an Bord habe. Mit einer Luftpumpe konnen wir natürlich aushelfen, pumpen mussten die Jungs aber schon selber, während wir frühstückten. An den nächsten zwei Tagen sind wir dieser Einheit mehrfach wieder begegnet. Sie waren morgens früher unterwegs, waren aber langsamer und hatten mehr Pannen, So z.B. ein schweres Kettenfahrzeug mit offenbar abgesprungener oder gerissener Kette, das vom Abhang neben der Straße geborgen wurde.


An der nächsten Fähre (Bognes - Skarberget) haben wir unsere neuen Freunde wieder eingeholt.



Waren schon toll ausgerüstet, die Briten. Der Parka gefiel mir besonders.



Schmelzwasser hat den Schotterstraßen gehörig zugesetzt. Im Dunkeln schwer zu fahren, deshalb - Feierabend.


Stichstraße nach Tromsø








Brücke nach Tromsø



Übernachtungsplatz auf dem Weg nach Alta - In The Middle Of Nowhere

Reinhards Ente springt nicht an.



Die Ursache ist schnell gefunden: Die Benzinpumpe fördert nicht mehr.

Also raus damit.

Da haben wir den Übeltäter. Zum Glück ist Ersatz dabei und so sind wir bald wieder startklar..



Immer wieder kommen die Ketten zum Einsatz.

Der zugefrorene Alta-Fjord


Kleiner Abendspaziergang auf dem Eis

Hammerfest - hier haben wir direkt am Hafen übernachtet.
Ein Anhängerreifen hatte Luft verloren. Wir montierten den Ersatzschlauch.


An der alten Fährstation zum Nordkapp


Am Abzweig der Nordkappstraße nach Skarsvåg, dem letzten Dorf

Bis hierhin und nicht weiter.

Oder doch? Ja, zu Fuß!

Das Wetter sieht übel aus und wir sind spät dran, für 13 km hin und 13 km zurück durch den tiefen Schnee. Unterwegs kommt Schneefall und Schneetreiben auf. Auf dem Rückweg wird daraus ein heftiger Schneesturm. Sicht keine 20 m, Hörweite auch nicht mehr. Es wird stockdunkel. Der Weg ist nicht mehr zu erkennen. Lebensgefährliche Aktion.








Am Morgen nach der nächtlichen Rückkehr.

Hafen von Honnigsvåg

Warten auf die Fähre zum Festland


Kleine Rutschpartie. Das Gespann fährt sich bei Glätte erheblich besser, als die Solo-Ente.

Vadsø bei Nacht

Alter Wehrmachts-Krankenwagen Phänomen Granit.


Am Morgen in Vadsø Hier haben wir direkt neben der Post übernachtet.

Skallelv, der nordöstlichste Punkt unserer Reise. Eisregen beginnt. Wir fahren nicht weiter nach Vardø, wir kehren um.

Mittagessen in Varangerbotn, etwas zum Missfallen des Kafeteria-Betreibers.


Straße von Neiden (bei Kirkenes) nach Kaamanen.

Diese Begegnung dauert fast eine Stunde, Der LKW-Fahrer muss Ketten aufziehen.

Hüttenleben in Kaamanen.


Alles trocknet im Nu - bei ca. -20°C.

Pilze in Aspik?


1/2-Zoll-Nüsse, aneinandergefroren.

Das traditionelle Winterfahrzeug der Lappen

Und hier die moderne Ausführung

Bau eines Blockhauses

Dieser Reifen ist wirklich hin! Und kein Ersatz dabei.

Eine kalte Nacht auf einem Parkplatz 8 km südlich Ivalo steht uns bevor. Es wird -33° C und der Wind frischt auf.
Am Morgen wollen beide Autos nicht so recht anspringen. Bei Reinhard's Auto hilft Vorwärmen der Ölwanne mit einer direkt untergeklemmten Propan-Heizsonne. Bei Degi's Auto ist die Zündspule geplatzt. Durch einen feinen Riss muss über längere Zeit Wasser eingedrungen sein. Dies war wohl auch die Ursache für die sporadischen Zündaussetzer gewesen. Spule erneuert (hatten wir natürlich auch dabei) und alles ist gut.
Am nächsten Abend sollen wir einen neuen Reifen für unseren Anhänger bekommen.


In der nächsten Nacht wird es noch kälter. Wir mieten wir uns eine Hütte, dort sind diese Temperaturen doch besser zu ertragen. Der neue Reifen wird noch am Abend montiert. Am nächsten Morgen brechen wir früh auf und dann geht es in einem Zuge fast 500 km über festgefahrene Schneedecke und trockene Straßen bis nach Nordschweden.




An den Folgetagen geht es recht zügig bis nach Uppsala, wo wir die Gastfreundschaft von Lasse Bergling vom Svensk Citroënklub genießen.






Schloss Skokloster

Übernachtungsplatz im Wald, kaum noch Schnee. Hier gab's Saltströming. Mangels ausreichender Wässerung fast ungenießbar salzig.

Stockholm

In Stockholm übernachten wir direkt am alten Hafen.

Ausgiebieger Besuch im technischen Museum. Kriegsgerät

Modell der Erzverladeanlage in Narvik



Mittagspause am Vätternsee

Schwedische LKW, ganz lang und ganz kurz






Bye-bye Sweden!

Übernachtung am Strand bei Helsingør


Der Winter hat uns wieder: Ostertreffen in Kopenhagen










Feuerverzinkte Ente

Zocker-Runde im Parkhaus


Christiania




Und immer wieder Schneeschauern

Museumsbesuch in Roskilde



Begießen ...

An der Fähre in Rødby

Deutschland hat uns wieder


Und jetzt bitte die noch Scheinwerfer putzen ...
Oben steht die Fahrt. Hier liegen die Aufnahmen vollständig, Album für Album.






























































































































































































































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